Planungsbereiche

Die Planung erfolgt in insgesamt drei Bereichen, für die jeweils unterschiedliche Anforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten bestehen.

Zu jedem der drei Bereiche finden Sie auf dieser Seite eine Beschreibung der Ausgangslage und der aktuellen Vorplanung. Diese stellt keine abschließende Planung dar, sondern beschreibt die aktuelle Vision für den Umbau. Weitere Erläuterungen und Antworten auf Fragen zu den Entwürfen finden Sie unter dem Menüpunkt „Häufige Fragen

Sie haben die Möglichkeit, Rückmeldungen und Anregungen zu den Entwürfen zu geben. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Sie auf der Seite Mitmachen finden.

Wir freuen uns auf Ihre Ideen!

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Wittener Straße: Stadtstraße mit Multifunktionsband

Planung für die Wittener Straße

Die Wittener Straße ist die Bundesstraße B 226. Sie erscheint bisher als Autobahnzubringer und stellt eine trennende Barriere zwischen Laer und der neuen Entwicklungsfläche MARK 51°7 dar. Gehwege sind nur teilweise vorhanden, Radwege fehlen, und es besteht keine Aufenthaltsqualität.

Im Entwurf wird die Wittener Straße auf beiden Seiten von neuen Gebäuden flankiert, die den Straßenraum fassen, mit Nutzungen entlang der Straße, so dass ein ganz neuer Stadtraum entsteht. Sie wird zu einer attraktiven Stadtstraße mit Multifunktionsband umgebaut. Der Straßenraum wird neu aufgeteilt zugunsten von Begrünung, Gestaltung sowie Fuß- und Radverkehr.

Die Wittener Straße wird ihre Verkehrsbedeutung als Bundesstraße und auch zur Erschließung des Standorts MARK 51°7 behalten, gleichzeitig muss die starke trennende Wirkung aufgehoben werden, um ein Zusammenwachsen von MARK 51°7 und Laer zu ermöglichen. Die bisherigen Zwei-Richtungsfahrbahnen werden – so es die ausstehenden verkehrstechnischen Untersuchungen ermöglichen – auf eine überbreite Fahrspur von 5,50 m pro Richtung reduziert (mindestens jedoch in ihrer Breite).

Das Erscheinungsbild der Straße wird zukünftig durch beidseitige Baumreihen geprägt sein, die die Fahrbahnen für die Autos rahmen. Auf jeder Straßenseite wird es Fuß- und Radwege geben. Diese sind in einem sog. „Multifunktionsband“ angeordnet, das auch die Bäume, die Regenwasserrückhaltung und Baumbewässerung sowie naturnahe Pflanzungen beinhaltet. Aufenthaltsbereiche unterbrechen das Baumband, sie schaffen Platz für Begegnung und verbinden in regelmäßigen Abständen Geh- und Radwege.
Der mittig verlaufende Gleiskörper der Straßenbahn wird begrünt.

Vorschlag zur Entwicklung des Querschnitts der Wittener Straße
(Blickrichtung stadtauswärts;
(G=Gehweg, R= Radweg, M=“Multifunktionsband“, F=Auto-Fahrbahn)
Aktuelle Situation Wittener Straße
Visualisierung Wittener Straße: So könnte eine Umsetzung aussehen

Verbindungsachse: offen, barrierefrei, einladend

Die Verbindung über die Wittener Straße hat eine besondere Bedeutung: Viele Jahre waren die Bereiche entlang der Wittener Straße voneinander getrennt. Eine Querung der Wittener Straße war nur über eine Fußgängerbrücke möglich. Nun ergibt sich die Chance, eine ebenerdige und barrierefreie Verbindung für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zu schaffen.

Im Entwurf wird die heutige Brücke durch einen breiten ebenerdigen Platzraum ersetzt. Wie ein „Teppich“ quert dieser von der ehem. Fronleichnamskirche aus die Wittener Straße, erschließt die Straßenbahnhaltestelle „Laer-Mitte“ und bindet MARK 51°7 sowie den neuen Grünzug an.

Auf der Laer’schen Seite wird die Verbindungsachse gefasst durch starke Baum- und Grünstrukturen, die den stadtbildprägenden Baumbestand an der ehemaligen Fronleichnamskirche aufnehmen und ergänzen. Nördlich wird die Verbindung zum Lahariplatz besonders ausgestaltet, nach Süden hin geht der Platz in die „neue“ Alte Wittener Straße über. Verschiedene Sitzmöglichkeiten im Schatten der Bäume und kleine Spielangebote machen diesen Bereich zu einem Ort, an dem man sich gerne aufhält. In der angrenzenden neu entstehenden Gebäudestruktur wird der Einzelhandelsschwerpunkt in Laer rund um den Lahariplatz gestärkt.

Die Verbindungsachse verknüpft MARK 51°7 mit der Straßenbahnhaltestelle „Laer-Mitte“ und dem Zentrum von Laer. An diesem für den den Nahverkehr wichtigen Punkt sind neben Radabstellanlagen im öffentlichen Raum auch ein Fahrradparkhaus sowie ein Carsharing-Angebote angedacht.

Basierend auf der städtebaulichen Rahmenplanung sollen im Bereich der Verbindungsachse und zwischen Wittener und Alter Wittener Straße neue Gebäude errichtet werden. Diese sollen die Wittener Straße als Gegenüber zu den auf MARK 51°7 entstehenden Gebäuden räumlich fassen.
In diesen Gebäuden sollen auch zusätzliche Einzelhandelsflächen entstehen.

Aktuelle Situation im Bereich der zukünftigen Verbindungsachse
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So könnte es aussehen: Ansicht entlang der Verbindungsachse von MARK 51°7

Alte Wittener Straße: Quartiersachse mit Klimagärten

Der nördliche Bereich der Alten Wittener Straße ist zur Zeit geprägt durch eine sehr breite Fahrbahn und Parkplätze. Teilweise sind auch noch alte Straßenbahnschienen vorhanden, die insbesondere für Radfahrer*innen gefährlich werden können.

Der Entwurf sieht eine Unterbrechung der Straße im Bereich der heutigen Fußgängerbrücke vor, sie wird also zukünftig nicht mehr als Durchgangsstraße dienen. An der Verbindungsachse wird eine in die Platzfläche integrierte Wendefläche angelegt, so dass die Alte Wittener Straße ab der Straße „Am Kreuzacker“ nur noch für den Anliegerverkehr genutzt wird. Auch eine Elternhaltestelle für den Hol- und Bringeverkehr zur Schule wird in das Konzept eingebunden. Die Zufahrt zum geplanten neuen Einzelhandelsgebäude erfolgt nur bis zur Straße „Am Kreuzacker“, der Verkehr wird dort in ein Parkhaus abgeleitet.

Es wird eine Quartiersachse geschaffen, die gestalterisch bis ins Zentrum auf den Lahariplatz mit einheitlichen Gestaltungselementen weiter geführt wird. Der Straßenraum der Alten Wittener Straße wird neu proportioniert und aufgeteilt. Rad- und Fußverkehr sowie Autoverkehr teilen sich eine gemeinsame Verkehrsfläche, ergänzt um einen zusätzlichen Gehweg, damit u.a. die Kinder von der geplanten Elternhaltestelle sicher zur Schule gelangen können. Die gemeinsame Verkehrsfläche wird gerahmt durch großzügige Grünbereiche und Aufenthaltsmöglichkeiten für Fußgänger*innen. Diese „Klimagärten“ sollen im Sommer eine kühlende Wirkung haben und insektenfreundlich bepflanzt werden. Außerdem wird auch die Rückhaltung und Ableitung des Regenwassers in die Flächen integriert.

Die einzelnen Flächen in den Klimagärten werden im Rahmen der Ausführungsplanung durch einen Gestaltungsworkshop mit den Akteuren vor Ort weiterentwickelt.

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